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Ingenieurbüro SETZPFANDT Beratende Ingenieure GmbH & Co. KG erhält den Thüringer Staatspreis für Ingenieurleistungen 2019

Preisträgerprojekt:
Busbrug Zwolle
chuttebusbrug, Busbrücke
Projektadresse:
Nieuwe Veerallee/Willemskade
8025 Gemeente Zwolle
Niederlande

Gesamtplanung I Entwurfs- und Ausführungsplanung für die Unterbauten der Brücke und Verkehrsanlage

BAM Infraconsult b.v., SC Gouda
Tristan Wolvekamp, M. SC.

Entwurfs- und Tragwerksplanung für die Tragkonstruktion des Überbaus

SETZPFANDT Beratende Ingenieure GmbH & Co. KG, Weimar
Gerhard Setzpfand, Dr.-Ing.
Christian Spindler, Dipl.-Ing (FH)

Architekturleistungen, Bauwerksgestaltung

ipv Delft creatieve ingenieurs b.v., BB Delft
Nijenhuis, Gerhard, ir

Bauherr

ProRail, Infra Projecten Regio Noord
Oost, JZ Zwolle

Bearbeitungszeitraum

08/2016 -– 05/2018

Einfahren Phase 1 Stefan Verkerk JZ Zwolle

Preisträger des Thüringer Staatspreises für Ingenieurleistungen 2019 sind die Ingenieurbüros SETZPFANDT Beratende Ingenieure GmbH & Co. KG (Weimar), BAM Infraconsult b.v. (SC Gouda) und ipv Delft creatieve ingenieurs b.v. (BB Delft) mit ihrer Busbrücke in Zwolle/Niederlande. Darüber hinaus wurden ein Sonderpreis Holzbau, ein Sonderpreis Nachwuchs sowie eine Anerkennung für Energieeffizienz vergeben.

„Thüringen ist ein Land voll kreativer Köpfe, innovativer Ansätze und mutiger Ideen“, sagte Staatssekretär Dr. Sühl zur Preisverleihung. „Mit dem Staatspreis zeichnen wir Leistungen von Thüringer Ingenieurinnen und Ingenieuren aus, die das hohe Niveau des Bauingenieurwesens dokumentieren und so Anreize zur Qualitätssteigerung geben. Gleichzeitig stärken wir damit die gesellschaftliche Anerkennung für den Ingenieurberuf“, so Dr. Sühl weiter „und setzen auf junge Nachwuchs-kräfte, deren Kreativität und Tatkraft gefordert ist.“

Elmar Dräger, Präsident der Ingenieurkammer Thüringen, bekräftigte: „Die Auszeichnung lenkt den Blick auf Thüringer Ingenieurinnen und Ingenieure aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen des Ingenieurwesens - auf ihre Ideen, Konzepte und Visionen. Damit leistet der Preis einen Beitrag zur öffentlichkeitswirksamen Präsentation des Berufsstandes.“ Professor Gerd Zimmermann, Präsident der Stiftung Baukultur Thüringen, schließlich betonte, „dass es die Ingenieure sind, welche mit ihrem Know-how und ihrem Erfindergeist die Grundlagen der Modernisierung und der Modernität legen. Die diesjährigen Beiträge zum Staatspreis, dessen Ziel es ist, das Beste der Thüringer Ingenieurwelt, insbesondere im Sektor des Bauens

zu demonstrieren, belegen das. “Die mit dem Staatspreis ausgezeichnete niederländische Busbrücke schwingt sich elegant und fast schlangenartig über den breiten Gleiskörper des Hauptbahnhofs in Zwolle. Dieser Ingenieurbau ist ein Beispiel für einen gelungenen Export Thüringer Ideen und überdies das Ergebnis europäischer Zusammenarbeit.

Der Sonderpreis Holzbau der an den Trainer- und Sprungrichterturm in Oberhof vergeben wurde, dokumentiert dagegen einen sehr seltenen und gleichwohl äußerst thüringenspezifischen Bautyp. Dass seit Langem wieder junge Ingenieursanwärterinnen und -anwärter im Preisverfahren dabei waren, verweist auf eine Generation, die den Freistaat als Ausbildungsstandort für Fachkräfte sichtbar macht. Der Sonderpreis Nachwuchs gilt einem Team der TU Ilmenau, das mit 3D-Druck im Sektor der Schweißtechnik erfolgreich experimentiert. Schließlich war dem Preisgericht die Haustechnikanlage der Hermsdorfer Firma LCP Gmbh eine Anerkennung wert.

Die Einreichungen zum Thüringer Staatspreis für Ingenieurleistungen 2019 beweisen erneut die große Varianz an Ideen und Bauaufgaben.

Jurybewertung zum Sieger des Thüringer Staatspreis für Ingenieurleistungen

Dass Brückenbauten oft besonders anspruchsvolle Ingenieurbauten sind, wird durch das vorliegende Projekt der Busbrücke in Zwolle glänzend bestätigt, und zwar in ingenieurtechnischer, aber auch städtebaulicher und ästhetischer Hinsicht.

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Die Brücke führt über den Bahnhof in Zwolle/Niederlande und verbindet den neuen Busbahnhof mit der Nieuwe Veerallee/ Willemskade. Die Brücke wird nur von Bussen befahren. Die Brückenrampen mussten aufgrund der räumlichen Enge parallel zur Bahn geführt werden, so dass die erforderliche stützenfreie Überquerung der Gleise einen im Grundriss stark S-förmig gekrümmten Überbau erforderte. Die Brückenkonstruktion besteht aus einem geschlossenen Hohlkasten, der im S-förmig gekrümmten Mittelfeld aus Stahl mit Wandstärken bis zu 7 mm besteht und somit Stabilität und insbesondere hohe Torsionssteifigkeit gewährleistet. Im Bereich der Rampen setzt sich der Hohlkasten aus Kostengründen in Form einer vorgespannten Betonkonstruktion fort. Die Fahrbahnplatte wird von Kragarmen getragen, deren Untersicht mit Paneelen aus Bambusstäben versehen ist. Die plastisch geformte Brüstung ist mit einer Aluminiumhaut verkleidet. Die Brücke liegt auf Sichtbetonstützen auf, wobei die Lager auf den geneigten Stützen soweit außermittig liegen, dass die Stützen bündig mit der Außenkante des Hohlkastens abschließen.

Entscheidend für die hohe Qualität dieser Brücke ist die Klarheit, mit der das Konstruktionsprinzip in die bestechende Eleganz der S-förmigen Figur übersetzt wird. Dies impliziert mehrfache konstruktive Herausforderungen. So mussten die Stahl- und Betonabschnitte des tragenden Hohlkastens an den Momentennullpunkten torsions- und biegesteif und zugleich fugenlos verbunden werden. Derart gelingt, dass das Band des Hohlkastens geometrisch bruchlos durchläuft, nur das Material von Stahl zu Beton und umgekehrt wechselt. Insgesamt unterstreicht die Wahl der Materialien die Dynamik des geschwungenen Brückenbandes eindrucksvoll.

Zugleich mit den konstruktiven Lösungen wurde eine beträchtliche technologische Herausforderung bewältigt. Der 1.420 Tonnen schwere Stahlüberbau wurde neben dem Einbauort montiert, dann acht Meter angehoben und in die Einbaulage eingefahren. Für die Überfahrt über die Bahnanlagen, deren Betrieb auf diese Weise ungestört bleiben konnte, kragte die gekrümmte Stahlkonstruktion ca. 52 Meter frei aus.

Die Jury hebt die Ganzheitlichkeit der Lösung hervor, welche die Brücke in einem komplexen Sinne zu einem durchaus spektakulären Exemplar hoher Baukultur macht. Zu vermerken ist selbstverständlich auch die hier sichtbar werdende europaweite Zusammenarbeit und der darin enthaltene Export Thüringer Ingenieurqualität.

Stiftung Baukultur Thüringen

 

 

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